Hetze von "Pro NRW" entgegentreten

Written by Büro Andrej Hunko on .

Samstag, 5. Mai 2012, 10 Uhr

Baustelle der Yunus-Emre-Moschee (Stolbergerstraße)

Am Samstag, den 5. Mai will die äußerst rechte Partei „pro NRW“ im Rahmen einer Wahlkampftournee eine „maximale Provokation“ vor der Baustelle der Yunus-Emre-Moschee an der Stolbergerstraße im Aachener Ostviertel durchführen.

Schwerpunkt von „pro NRW“ ist die Hetze gegen den Islam. Aber egal, ob ihnen die Minarette zu hoch oder die Parkplätze vor der Moschee zu wenig sind: Sie suchen immer neue Vorwände, um unter dem Deckmantel einer angeblichen „Islamkritik“ Rassismus zu transportieren.

Sie schüren mit ihrer Propaganda ein Klima, auf dem der neonazistische Terror gedeiht. Die Todesspur der NSU ist nur die Spitze des Eisbergs! Seit 1990 sind in Deutschland über 180 Menschen aus rassistischen oder neonazistischen Motiven ermordet worden. Der norwegische Massenmörder Anders Breivik bezog sich positiv auf die Szene der sogenannten „Islamkritiker“. „pro NRW“ hat viele Mitglieder, die früher in anderen extrem rechten Parteien wie NPD, DVU, REPs und Deutsche Liga aktiv waren. Vor wenigen Tagen wurde das Fraktionsbüro von „pro NRW“ in Radevormwald von Polizei und Staatsanwaltschaft durchsucht, weil es offenkundige Bezüge zur dortigen Neonazi-Kameradschaft mit dem irreführenden Namen „Freundeskreis Rade“ gab.

Wir wollen den Rassismus in Aachen nicht ohne Widerspruch hinnehmen und gleichzeitig zeigen, dass wir den von Rassismus Betroffenen helfen. Wir stellen uns vor und an die Seite der muslimischen Menschen in Aachen und freuen uns, dass die DITIB-Gemeinde alle Bürgerinnen und Bürger zu einem „Tag der offenen Yunus-Emre-Moschee“ einlädt.
Ab 10 Uhr bis in den Nachmittag werden an der Baustelle der Yunus-Emre-Moschee Informationen über den Stand des Bauvorhabens gegeben und es gibt Gelegenheit zum Gespräch, frei von Rassismus, Hass und Häme. Wir werden den Agitatoren von „pro NRW“ zeigen, dass sie hier unerwünscht sind. Damit setzen wir im gemeinsamen Handeln ein deutliches Zeichen gegen jede Form von Rassismus.

Nehmen Sie die Gelegenheit der Information und des Dialogs wahr. Zeigen Sie „pro NRW“,
dass in Aachen kein Platz für Rassismus ist.

Zur Teilnahme rufen auf: Antifaschistisches Aktionsbündnis Aachen (AFAB), Café Zuflucht, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) NRW Süd West, DIE LINKE in der Städteregion, DKP Aachen, Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt, Flüchtlingsrat Aachen, Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Aachen, Frauenseelsorge in der Bistumsregion Aachen-Stadt, Gewerkschaft NGG Region Aachen, Griechische Gemeinde Aachen e.V., Grüne Hochschulgruppe Aachen, Gruppe Z Stolberg, Islamisches Zentrum Aachen (Bilal-Moschee) e.V., Katholische Hochschulgemeinde
Aachen, kfd-Regionalverband AC-Stadt, Kirche gegen Rechts im Bistum Aachen, Netzwerk Asyl (moderiert vom Katholikenrat), Psychosoziales Zentrum in der StädteRegion, SAV Aachen, SDAJ Aachen, SPD Aachen, SPD OV Aachen Burtscheid, SPD OV Aachen West, Stolberger Bündnis gegen Radikalismus, Türkisches Volkshaus in Aachen e.V. (Aachen HALKEVI), UWG Bürgerwille Aachen, ver.di Bezirk Aachen/Düren/Erft, VVN-BdA Aachen. Einzelpersonen: Dr. Herman-Josef Beckers, Ellen Begolli, Udo Beitzel (VVN-BdA/DIE LINKE), Arne Boelling, Zeki Bilican (DITIB Aachen), Dominik Clemens, Wilfried Cüsters, Leo Deumens, Monika Eisenberg Geginat, Waltraud Felsch, Volkmar Felsch, Rainer Geginat, Andrea Genten, Bärbel Gerads-Kriescher, Corinna Groß (ver.di Aachen, Düren, Erft), Eberhard Heinke, Andrej Hunko (MdB DIE LINKE), Christoph Kriescher, Hildgarde Lisse, Andreas Müller (Fraktion Die Linke im Aachener Stadtrat), Detlef Peikert, Hannelore Peters, Juliana Roßkamp, Barbara Roßkamp, Horst Schnitzler (Unabhängiger im Aachener Stadtrat), Hans-Georg Schornstein (Pfarrer), Karin Suermondt, Norbert Suing, Ellen Thielen, Cengiz Ulug (Mitglied des Integrationsrates der Stadt Aachen), Mohammed R. Vafaie sowie weitere Organisationen und Einzelpersonen (Stand: 2. Mai 2012).

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