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Pressemitteilungen von Andrej Hunko

Billig-Pflege-Forderung der CDU ist gleich doppelt zynisch

Zu der von der CDU ebenso wie von Gesundheitsminister Laumann unterstützten Forderung der Bundesagentur für Arbeit, Langzeitarbeitslose in der Pflege Demenzkranker einzusetzen, erklären Carolin Reißlandt, sozialpolitische Sprecherin und Andrej Hunko, gesundheitspolitischer Sprecher der LINKEN NRW: Die Forderung der CDU, Langzeitarbeitslose auf Grundlage einer Kurzausbildung zur Pflege Demenzkranker einzusetzen, ist gleich doppelt zynisch: Dies würde einerseits Menschen zu einer Tätigkeit zwingen, die sie nicht freiwillig gewählt haben und andererseits würde sie den Pflegeberuf entwerten. Der Vorschlag macht deutlich, welchen geringen Stellenwert die CDU dieser wichtigen, äußerst anstrengenden und anspruchsvollen gesellschaftlichen Tätigkeit einräumt.

"Der massive Stellenabbau im öffentlichen Dienst der letzten Jahre führt zwangsläufig zu Lücken in wichtigen gesellschaftlichen Bereichen, so auch in der Pflege. Dieses Loch nun durch Langzeitarbeitslose aufzufüllen ist zynisch. Stattdessen brauchen wir ein öffentliches Investitionsprogramm, das auch im Gesundheits- und Pflegesektor flächendeckende Pflege auf hohem Niveau bei guter Bezahlung ermöglicht. Dies kann nur gewährleistet werden, wenn Menschen sich freiwillig dafür entscheiden und entsprechend gut ausgebildet und motiviert sind", so Carolin Reißlandt, sozialpolitische Sprecherin der LINKE NRW.

"Der Vorschlag der CDU ist nicht nur verachtend gegenüber den Langzeitarbeitslosen, sondern auch gegenüber den Pflegebedürftigen. Herr Laumann hat offensichtlich wenig Ahnung von der Pflege und Therapie Demenzkranker. Diese erfordert ein hohes Maß an Qualifikation und kann nicht durch eine Kurzausbildung unter dem Druck der Arbeitsagentur erlernt werden. Der ganze Vorschlag zeigt, welchen untergeordneten Stellenwert die CDU mittlerweile der Behandlung von Kranken einräumt", ergänzt Andrej Hunko, gesundheitspolitischer Sprecher der LINKEN NRW.

Die LINKE NRW teilt uneingeschränkt die Kritik, die von Seiten der Pflegeberufe und von ver.di formuliert wurde.

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