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Antifaschistischen Demonstration für internationale Solidarität gegen Naziterror

Titel:
Antifaschistischen Demonstration für internationale Solidarität gegen Naziterror
Wann:
Fr, 14. Juni 2013, 19.00 Uhr
Wo:
Elisenbrunnen - Aachen
Kategorie:
Demonstration / Kundgebung

Beschreibung

Das Antifaschistische Aktionsbündnis Aachen (AFAB) ruft zur Demo auf. Andrej Hunko spricht dort.

Aufruf der AFAB:

Internationale Solidarität statt Naziterror!
Der Tod von Clement muss uns Warnung sein!

Am 5. Juni ermordeten Faschisten den jungen Antifaschisten Clement Meric in Paris. Diese Tat reiht sich damit ein in eine lange Geschichte von Nazimorden auf dieser Welt. Erst am 29. Mai gedachten die Menschen in Solingen den ermordeten Menschen, die 1993 bei einem faschistischen Brandanschlag ums Leben kamen. Im Zeitraum zwischen 1990 und 2007 wurden in Deutschland 182 Menschen Opfer faschistischer und rassistischer Gewalt. Dabei stellt diese Zahl lediglich die offizielle Seite dar, die Dunkelziffer dürfte noch höher liegen.

Es ist eine traurige Wahrheit, dass selbst 68 Jahre nach dem Kriegsende Faschisten immer noch zum Alltag in dieser Welt gehören. Dabei versagen die staatlichen Stellen immer wieder bei ihrer Bekämpfung oder werden gar direkte Unterstützer faschistischer Terrorkommandos, wie das Beispiel des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) deutlich macht. Während der Verfassungsschutz die Terrorbande mit Geld und Pässen versorgte, ermordete der NSU migrantische Mitbürger. Nachdem die drei Haupttäter enttarnt wurden, hatte der Verfassungsschutz nichts besseres zu tun, als sämtliche Unterlagen zu vernichten und eine sachliche Aufklärung zu boykottieren.

Aber wir müssen gar nicht weit weggehen, um über eine faschistische Gefahr zu sprechen. In Aachen tummeln sich Nazis regelmäßig in Diskotheken wie dem B9, Nightlife etc. und gerne auch in der Pontstraße. Dabei machen sie oft keinen Hehl aus ihrer politischen Überzeugung. Das sie dabei im sogenannten Studierendenviertel agieren, stellt keinen Widerspruch dar. Weder die Wirte noch die Studierenden scheinen sich an den Faschisten zu stören. So lange sie mich nicht stören, schaue ich weg ist die Devise. Und genau hier entsteht der Boden, auf welchem Gewalttaten wie in Paris entstehen. Wenn Nazis zur Normalität gehören, wenn man lieber wegsieht, als einzugreifen, dann können Faschisten ihren Terror entwickeln.

Wir wollen nicht mehr wegsehen und wir wollen gemeinsam mit vielen anderen Menschen auf der Welt ein deutliches Zeichen setzen, dass Faschismus keine Meinung, sondern ein Verbrechen ist. In Frankreich, Irland, Italien und vielen anderen Ländern sind Antifaschisten auf die Straße gegangen, um ihre Trauer und ihre Wut über Clements Tod zum Ausdruck zu bringen. Wir rufen auch in Aachen alle Menschen auf, die nicht mehr wegsehen wollen, die handeln wollen, gemeinsam mit uns für Clement auf die Straße zu gehen. Gemeinsam wollen wir zeigen, dass wir uns nicht einem Standortnationalismus unterwerfen. Das wir uns vom Nazimob nicht einschüchtern lassen. Unsere Waffe ist die internationale Solidarität!

 


Veranstaltungsort

Standort:
Elisenbrunnen
Straße:
Friedrich-Wilhelm-Platz
Postleitzahl:
52062
Stadt:
Aachen
Land:
Germany