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Praktikumsberichte

Wir bieten von Zeit zu Zeit in unseren Büros in Berlin und Aachen Praktika an. Wir bieten ausschließlich bezahlte Praktikumsstellen, erwarten aber auch tatsächliches Interesse an der politischen Arbeit.

Bei Interesse an einem Praktikum können Sie uns gern kontaktieren: Zu den Kontaktdaten

 

 

Fünf Wochen im Büro Andrej Hunko. Praktikumsbericht von Jasper.

Vor meinem Praktikum im Bundestagsbüro habe ich Politik und Wirtschaft in Münster studiert. Dabei hatte ich einige Module zur Außen- und Europapolitik belegt und auch ein halbes Jahr Internationale Beziehungen in England studiert. Kombiniere diese inhaltlichen Interessen mit meinen linken Überzeugungen und dem Umstand, dass das Wahlkreisbüro fünfzig Meter von der Wohnung, in der ich aufgewachsen bin, entfernt liegt und eine Bewerbung auf ein Praktikum in Andrejs Büro in Berlin ist die logische Folge. Dementsprechend glücklich war ich, als ich während eines regnerischen Septemberurlaubs im Harz einen Anruf samt Zusage von Anna, der Büroleiterin, bekam. Ich erwartete eine lehrreiche Zeit, aber aus meiner bisherigen Erfahrung mit Praktika nicht unbedingt viel Verantwortung oder allzu anspruchsvolle Aufgaben. Doch meine Zeit in Berlin hat alle Erwartungen, die ich an das Praktikum hatte, übertroffen. Und das trotz Coronapandemie.

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Praktikumsbericht Malin (28.1.-9.2.2019)

Persönliche Motivation bei der Auswahl der Praktikumsstelle

Da ich mich schon länger für Politik interessiere, lag es nahe, dass ich mein Praktikum in einem politischen oder auch politisch-journalistischen Umfeld mache. Ich hatte schon einige Male den Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung genutzt und da war mir bereits klar, dass meine Interessenschwerpunkte und Standpunkte sehr viel Schnittmenge mit dem Programm der Linken aufweisen. Durch die Sozialen Netzwerke, politische Talkshows und manche Artikel bei Spiegel online oder dem Freitag, einer linksliberalen Wochenzeitung, verstärkte sich dieser Eindruck, denn in der Regel stimme ich am ehesten mit Menschen überein, die nicht das Wohl für exklusive Gruppen im Auge haben und nicht in „Wir gegen die anderen“ denken, sondern eher „Wir gegen das Elend“ vertreten und Gutes für möglichst alle Menschen wollen. Ich bin mir auch bewusst, dass einige „linke“ politische staatliche Entwürfe gescheitert sind und ich möchte auch keinesfalls in einer Diktatur wie der ehemaligen DDR leben, und auch gleich, ob rechts oder links – gleichzeitig aber nerven mich die Oberflächlichkeit, Habsucht und Gier der klassischen kapitalistischen Gesellschaft. Zudem ist mittlerweile ja auch klar, dass, ob auf Klimawandel oder Reichtum bezogen, eine Seite (Armut) oder erst eine und dann alle (Klima) immer teuer bezahlen muss/müssen, damit die jeweils andere Seite was davon hat. Allein beim Klimathema sieht man doch schon, dass man damit aufhören muss, nur sich selbst die Vorteile zu sichern; dass man an jeden denken muss, damit es am Ende allen gutgeht (und nur, wenn es allen gutgeht, ist Frieden dauerhaft möglich). Außerdem verstehe ich nicht, warum die Menschheit immer noch nicht Kant als leitenden Maßstab im Tun umsetzt mit seinem kategorischen Imperativ, es wäre doch so einfach: Wir könnten die Welt besser machen, wenn wir nicht nur an uns, sondern immer direkt in größeren Kategorien, an die Menschheit, die Natur, denken würden; mit dem Zuwachs an Reichtum der letzten Jahrzehnte könnten wir mit Sicherheit einiges an weltweitem Elend bekämpfen. Dass die, die solche Politik nicht wollen, nicht dazu stehen, dass sie schlicht egoistisch sind, und dieser schlechte Charakterzug als seriöse politische Meinung diskutiert, verteidigt und gewählt wird, regt mich am meisten auf.

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Fynn im Bundestag (07.09.-02.10.20)

Es ist Dienstagmorgen, mein zweiter Tag des Praktikums. Am ersten Tag hatte ich bereits meinen Hausausweis abgeholt, bin im Büro eingearbeitet worden und hatte eine interessante Führung durch den Bundestag und die dazugehörigen Räumlichkeiten bekommen. Nun war ich sehr gespannt und voller Erwartungen was denn nun bei den ersten Sitzungen und Terminen passieren würde- und wurde nicht enttäuscht. Im AK Außenpolitik wurden die zu diesem Zeitpunkt sehr aktuellen Themen Nawalny sowie die Demonstrationen in Belarus kontrovers aber sachlich diskutiert. Später habe ich mir noch eine Pressekonferenz auf der Fraktionsebene angeschaut und spannende Eindrücke in der Fraktionssitzung gesammelt. Nach diesem Tag war für mich klar: Ich habe das für mich absolut passende Praktikum gewählt und ich war sehr glücklich, dass nun doch alles so funktioniert hat wie ich es mir vorgestellt habe.

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Praktikumsbericht von Sofia

Am Ende meines Masterstudiums absolvierte ich ein knapp zweimonatiges freiwilliges Praktikum im Büro von Andrej Hunko. Ich erhoffte mir von dem Praktikum, einen Einblick in die alltägliche Arbeit in einem Abgeordnetenbüro zu erhalten und ein besseres Verständnis über die Arbeitsweise des Bundestags – die Ausschussarbeit, Gesetzgebungsprozesse, die Rolle der Fraktionen – zu gewinnen.

Diese Erwartungen wurden definitiv erfüllt: Insbesondere die drei Sitzungswochen, die in meinen Praktikumszeitraum fielen, waren äußerst spannend. Denn dort durfte ich Andrej zu Sitzungen des EU-Ausschusses, der EU-AG, des AK VI (Außenpolitik) und zu Fraktionssitzungen begleiten und konnte dadurch ein gutes Verständnis über fraktionsinterne Abläufe entwickeln. Neben dem EU-Ausschuss besuchte ich außerdem (öffentliche) Sitzungen des Unterausschuss Zivile Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln und des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und verfolgte hin und wieder spannende Plenardebatten „live“ von der Zuschauer*innentribüne.

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9 Wochen im Abgeordnetenbüro von Andrej Hunko

Bericht von Philip

Angekommen in der Wilhelmstraße 68 fragte ich mich zu aller erst, ob ich denn wirklich im Bundestag gelandet sei oder die nächsten zwei Monate „nur“ in einem nahegelegenen Büro arbeiten würde. Der Reichstag schien mir so weit entfernt und außer einigen Schulbesuchen in der Kuppel und der festen Überzeugung, dass mein Herz auf der LINKEN Seite schlagen würde, wusste ich nicht so recht, was mich erwarten würde. Umso heftiger traf mich der Schlag als meine Kollegen Jan und Pascal mir erklärten, dass man unterirdisch bis zum Paul-Löbbe-Haus gelangen würde. Kein Wunder, dass man die Politiker so selten auf den Straßen Mittes sieht, dachte ich mir, wobei auch innerhalb der Gebäude Totentanz herrschte. In der zweiten Woche änderte sich dies jedoch schlagartig als meine erste Sitzungswoche losging und das Büro, die Gänge und auch die Mensa auf einmal einem Menschenbad glichen.

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