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Praktikumsberichte

Wir bieten von Zeit zu Zeit in unseren Büros in Berlin und Aachen Praktika an. Wir bieten ausschließlich bezahlte Praktikumsstellen, erwarten aber auch tatsächliches Interesse an der politischen Arbeit.

Bei Interesse an einem Praktikum können Sie uns gern kontaktieren: Zu den Kontaktdaten

 

 

Praktikumsbericht Malin (28.1.-9.2.2019)

Persönliche Motivation bei der Auswahl der Praktikumsstelle

Da ich mich schon länger für Politik interessiere, lag es nahe, dass ich mein Praktikum in einem politischen oder auch politisch-journalistischen Umfeld mache. Ich hatte schon einige Male den Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung genutzt und da war mir bereits klar, dass meine Interessenschwerpunkte und Standpunkte sehr viel Schnittmenge mit dem Programm der Linken aufweisen. Durch die Sozialen Netzwerke, politische Talkshows und manche Artikel bei Spiegel online oder dem Freitag, einer linksliberalen Wochenzeitung, verstärkte sich dieser Eindruck, denn in der Regel stimme ich am ehesten mit Menschen überein, die nicht das Wohl für exklusive Gruppen im Auge haben und nicht in „Wir gegen die anderen“ denken, sondern eher „Wir gegen das Elend“ vertreten und Gutes für möglichst alle Menschen wollen. Ich bin mir auch bewusst, dass einige „linke“ politische staatliche Entwürfe gescheitert sind und ich möchte auch keinesfalls in einer Diktatur wie der ehemaligen DDR leben, und auch gleich, ob rechts oder links – gleichzeitig aber nerven mich die Oberflächlichkeit, Habsucht und Gier der klassischen kapitalistischen Gesellschaft. Zudem ist mittlerweile ja auch klar, dass, ob auf Klimawandel oder Reichtum bezogen, eine Seite (Armut) oder erst eine und dann alle (Klima) immer teuer bezahlen muss/müssen, damit die jeweils andere Seite was davon hat. Allein beim Klimathema sieht man doch schon, dass man damit aufhören muss, nur sich selbst die Vorteile zu sichern; dass man an jeden denken muss, damit es am Ende allen gutgeht (und nur, wenn es allen gutgeht, ist Frieden dauerhaft möglich). Außerdem verstehe ich nicht, warum die Menschheit immer noch nicht Kant als leitenden Maßstab im Tun umsetzt mit seinem kategorischen Imperativ, es wäre doch so einfach: Wir könnten die Welt besser machen, wenn wir nicht nur an uns, sondern immer direkt in größeren Kategorien, an die Menschheit, die Natur, denken würden; mit dem Zuwachs an Reichtum der letzten Jahrzehnte könnten wir mit Sicherheit einiges an weltweitem Elend bekämpfen. Dass die, die solche Politik nicht wollen, nicht dazu stehen, dass sie schlicht egoistisch sind, und dieser schlechte Charakterzug als seriöse politische Meinung diskutiert, verteidigt und gewählt wird, regt mich am meisten auf.

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Fynn im Bundestag (07.09.-02.10.20)

Es ist Dienstagmorgen, mein zweiter Tag des Praktikums. Am ersten Tag hatte ich bereits meinen Hausausweis abgeholt, bin im Büro eingearbeitet worden und hatte eine interessante Führung durch den Bundestag und die dazugehörigen Räumlichkeiten bekommen. Nun war ich sehr gespannt und voller Erwartungen was denn nun bei den ersten Sitzungen und Terminen passieren würde- und wurde nicht enttäuscht. Im AK Außenpolitik wurden die zu diesem Zeitpunkt sehr aktuellen Themen Nawalny sowie die Demonstrationen in Belarus kontrovers aber sachlich diskutiert. Später habe ich mir noch eine Pressekonferenz auf der Fraktionsebene angeschaut und spannende Eindrücke in der Fraktionssitzung gesammelt. Nach diesem Tag war für mich klar: Ich habe das für mich absolut passende Praktikum gewählt und ich war sehr glücklich, dass nun doch alles so funktioniert hat wie ich es mir vorgestellt habe.

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Praktikumsbericht von Sofia

Am Ende meines Masterstudiums absolvierte ich ein knapp zweimonatiges freiwilliges Praktikum im Büro von Andrej Hunko. Ich erhoffte mir von dem Praktikum, einen Einblick in die alltägliche Arbeit in einem Abgeordnetenbüro zu erhalten und ein besseres Verständnis über die Arbeitsweise des Bundestags – die Ausschussarbeit, Gesetzgebungsprozesse, die Rolle der Fraktionen – zu gewinnen.

Diese Erwartungen wurden definitiv erfüllt: Insbesondere die drei Sitzungswochen, die in meinen Praktikumszeitraum fielen, waren äußerst spannend. Denn dort durfte ich Andrej zu Sitzungen des EU-Ausschusses, der EU-AG, des AK VI (Außenpolitik) und zu Fraktionssitzungen begleiten und konnte dadurch ein gutes Verständnis über fraktionsinterne Abläufe entwickeln. Neben dem EU-Ausschuss besuchte ich außerdem (öffentliche) Sitzungen des Unterausschuss Zivile Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln und des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und verfolgte hin und wieder spannende Plenardebatten „live“ von der Zuschauer*innentribüne.

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9 Wochen im Abgeordnetenbüro von Andrej Hunko

Bericht von Philip

Angekommen in der Wilhelmstraße 68 fragte ich mich zu aller erst, ob ich denn wirklich im Bundestag gelandet sei oder die nächsten zwei Monate „nur“ in einem nahegelegenen Büro arbeiten würde. Der Reichstag schien mir so weit entfernt und außer einigen Schulbesuchen in der Kuppel und der festen Überzeugung, dass mein Herz auf der LINKEN Seite schlagen würde, wusste ich nicht so recht, was mich erwarten würde. Umso heftiger traf mich der Schlag als meine Kollegen Jan und Pascal mir erklärten, dass man unterirdisch bis zum Paul-Löbbe-Haus gelangen würde. Kein Wunder, dass man die Politiker so selten auf den Straßen Mittes sieht, dachte ich mir, wobei auch innerhalb der Gebäude Totentanz herrschte. In der zweiten Woche änderte sich dies jedoch schlagartig als meine erste Sitzungswoche losging und das Büro, die Gänge und auch die Mensa auf einmal einem Menschenbad glichen.

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Meine Eindrücke

Mein Name ist Zahide, ich bin 15 Jahre alt und habe im Rahmen des BOGY-Praktikums (Schülerpraktikum in BaWü) ein einwöchiges Praktikum im Büro des Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko gemacht.

Vor meinem Praktikum im Büro des Abgeordneten Andrej Hunko hatte ich überhaupt keine Vorstellung davon, wie die Arbeit im Bundestag abläuft und welchen Weg ein Gesetzesantrag von der ersten Vorlage bis zur Abstimmung im Bundestag zurücklegt. Durch meine vielen Besuche in den Arbeitskreisen, Ausschüssen, Anhörungen und Konferenzen lernte ich die Arbeitsweise des Bundestags kennen. Besonders die Diskussionen im Arbeitskreis habe ich sehr gerne mitverfolgt, genauso wie die Debatten im Plenarsaal. Die Themen werden in immer größer werdenden Gruppen besprochen, beginnend mit der Teambesprechung der einzelnen Büros, zu den Arbeitsgruppen und Arbeitskreisen bestimmter Themenbereiche, bis hin zu den Fraktionssitzungen. Danach folgt die Arbeit in den Ausschüssen, welche auch fraktionsübergreifend sind. In den Anhörungen können die Abgeordneten ExpertInnen Fragen stellen und so deren Einschätzung zu bestimmten Themen kennenlernen. Erst nach diesem komplexen Prozess kommt es zu den Debatten im Plenarsaal, die auch für die Bevölkerung öffentlich einzusehen sind. In dieser, leider viel zu kurzen Zeit, habe ich sehr viele neues gelernt und kann jedem, der sich für Politik genauso interessiert wie ich, ein Praktikum bei Andrej Hunko empfehlen.

 

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