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Praktikumsberichte

Maya über Jugend und Parlament

Mein Name ist Maya und ich komme aus Aachen, aus dem Wahlkreis von Andrej Hunko. Ich habe vom 04.06. bis 07.06.2011 bei „Jugend und Parlament“ teilgenommen. Direkt daran anschließend mache ich gerade ein zweiwöchiges Praktikum im Abgeordnetenbüro von Andrej Hunko, der Teil der Bundestagsfraktion “DIE LINKE“ ist. Ich würde sehr gerne zwei wichtige Punkte zu Jugend und Parlament benennen:

Beim Jugend und Parlament-Planspiel waren viele Jugendliche aus AkademikerInnenfamilien. Ich hatte den Eindruck, dass es ihnen mehr darum ging, sich selbst gut darzustellen, als um die Inhalte. Jedoch hat man in diesem Planspiel kaum SchülerInnen/StudentenInnen gesehen, die nicht aus einer AkademikerInnenfamilie stammen und/oder wie ich, den 2. Bildungsweg machen.

Meiner Meinung nach, sollten viel mehr SchülerInnen bzw. Jugendliche die Chance bekommen, sich auch in der Politik zu engagieren, denn sonst reden die PolitikerInnen auch immer davon, dass sich die Jugendlichen nicht an der Politik beteiligen. Solche Jugendlichen, wie bei „Jugend und Parlament“, haben immer die Chance bzw. bessere und leichtere Möglichkeiten an ein Projekt wie „Jugend und Parlament“ ran zu kommen. Im Gegensatz zu den Jugendlichen denen es schwer fällt bei einem Projekt mit zu machen, weil sie nicht wissen, wie man es macht, wo man sich anmeldet und überhaupt wie sowas von Statten geht. Es gibt kaum Möglichkeiten für sie, weil sie meistens nicht in einer Partei sind. Obwohl die meisten auch Interesse hätten, bei solch einem Planspiel mitzuwirken, um mehr in die Politik hinein zu schauen und es so auch leichter ist, die Politik zu verstehen. Dann hätten mit Sicherheit viel mehr Teenager Interesse, wählen zu gehen.

Zum anderen gab es noch ein anregendes Thema bei Jugend und Parlament.

Ein Junge, in dem Planspiel ein Abgeordneter, hatte während „Jugend und Parlament“ einen Einkaufswagen von einem Obdachlosen weggetreten. Jedoch wurde dieses Thema unter den Jugendlichen nicht behandelt, in dem Moment haben alle weggeschaut.

An dem Tag nach dem das passiert war, betonten teilnehmende Jugendliche, das manche Leute, die hier mitgemacht haben, zu spät gekommen seien. Und unter anderem wurde eine bestimmte Person bekannt gegeben, ihr Name wurde zwar nicht verraten, aber den meisten war schon bewusst wer gemeint war. Und das nur, weil sie einmal zu spät gekommen ist, weil sie einen Tag vorher in Berlin länger draußen geblieben ist. Und immer wieder wurde gelästert, über etwas was nicht sein musste. Denn die, die gelästert haben, waren selber zwar auch draußen geblieben, aber das sind die, die sich verbündet hatten.

So Sachen wie Verschlafen scheint bei denen viel wichtiger, als das, was man mit armen Menschen macht.

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