Was kann die Bundesregierung zu Spannungen im Rahmen der Teilnahme der Bunddespolizei an Missionen der EU-Grenzagentur Frontex in Griechenland berichten, die einem Bericht zufolge dazu geführt haben, dass mindestens ein deutscher Beamter sogar versetzt werden musste, nachdem dieser sich abfällig gegenüber anderen Missionsteilnehmern sowie Übersetzern auf Lesvos/Moria geäußert haben soll und demnach behauptet haben soll, lediglich die deutsche Polizei sei mit erfahrenen Führungskräften vertreten, um die Identifizierungsverfahren wie gefordert erfolgreich durchsetzen zu können, und wie bewertet die Bundesregierung insgesamt die Zusammenarbeit deutscher Bundespolizisten bzw. Soldaten der Bundeswehr mit den griechischen Behörden im Rahmen derzeitiger Missionen von Frontex und der NATO in der Ägäis?
Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Ole Schröder vom 15. Juli 2016:
Die Zusammenarbeit der Bundeswehr mit den griechischen Behörden im Rahmen der NATO-Aktivität in der Ägäis gestaltet sich problemlos und zufriedenstellend. Gleiches gilt für die Zusammenarbeit der Bundespolizei im Rahmen von FRONTEX-koordinierten Operationen mit den griechischen Behörden.
Insbesondere die Bundespolizei beteiligt sich seit vielen Jahren an grenzpolizeilichen Maßnahmen zur Unterstützung der griechischen Behörden. Hierzu gehört auch, dass erkannte Missstände und Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.
Der geschilderte Einzelfall bezog sich auf allgemeine ablauforganisatorische Mängel und infrastrukturelle Defizite, die aus Sicht der Bundespolizei eine optimale Aufgabenerfüllung zu Beginn der Hotspot-Einsätze in Griechenland erschwerten. Die Kooperation zwischen der Bundespolizei, den griechischen Behörden und FRONTEX wurde dadurch nicht beeinträchtigt.Personalrechtliche Konsequenzen gingen damit nicht einher. Ausstattung und Arbeitsbedingungen in den griechischen Hotspots haben sich zwischenzeitlich verbessert.
Drucksache 18/9191