Über welche Hinweise verfügt die Bundesregierung zu den Urhebern einer E-Mail, in der noch unbekannte Verfasser behaupten, dass deutsche Soldaten bei ihrem Einsatz in Litauen einen sexuellen Übergriff auf eine minderjährige Person vorgenommen hätten, was am 16. Februar 2017 zunächst Matthias Gebauer auf Spiegel Online unter der Überschrift „Russland attackiert Bundeswehr mit Fake-News-Kampagne“ meldete, in Bezug auf die unklare Faktenlage von der Redaktion jedoch in „Nato vermutet Russland hinter Fake-News-Kampagne gegen Bundeswehr“ geändert wurde, und was kann die Bundesregierung darüber berichten, inwiefern es seit der Stationierung der Bundeswehr in Litauen irgendwelche Vorfälle gegenüber der dortigen Bevölkerung gegeben hat?
Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Markus Grübel vom 27. Februar 2017:
Bei dem Sachverhalt handelt es sich um einen Vorfall in Litauen. Hierzu ermitteln die litauischen Behörden. Der Bundesregierung liegen keine Kenntnisse zur Urheberschaft der erwähnten E-Mail vor.
Für den Zeitraum seit dem 24. Januar 2017 (Eintreffen erster deutscher Kräfte in Litauen) sind der Bundesregierung keine Vorfälle im Sinne der Fragestellung bekannt.
Drucksache 18/11365