Über wie viele Drohnen verfügt die Bundeswehr zurzeit, und welche Beschaffungen sind geplant (bitte wie auf Bundestagsdrucksache 17/8693 nach einzelnen Typen und Gewichtsklassen darstellen)?
Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Markus Grübel vom 7. August 2017:
In der Gewichtsklasse unter 5 kg besitzt die Bundeswehr zehn Systeme „PD-100 Black Hornet“ mit jeweils drei Luftfahrzeugen (Lfz), sechs Systeme „DJI Phantom IV“ mit jeweils einem Lfz, 145 Systeme „Mikroaufklärungsdrohne für den Ortsbereich“ (MIKADO) mit jeweils einem Lfz sowie 145 Systeme „Abbildende Luftgestützte Aufklärungsdrohne im Nächstbereich“ (ALADIN) mit jeweils zwei Lfz.
In der Gewichtsklasse 5 bis 25 kg ist die Umsetzung einer Sofortinitiative mit drei Systemen mit jeweils einem Lfz geplant.
In der Gewichtsklasse 25 bis 150 kg sind acht Systeme „Luftgestützte Unbemannte Nahaufklärungs-Ausstattung“ (LUNA) und ein Ausbildungssystem mit insgesamt 85 Lfz sowie zehn Systeme „Kleinfluggerät Zielortung“ (KZO) und zwei Ausbildungssysteme mit insgesamt 441 Lfz vorhanden.
Die Beschaffung des Nachfolgesystems „Luftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung Neue Generation Bundeswehr“ (LUNA NG/B) der zuvor genannten Klassenvertreter LUNA und KZO, welche drei Systeme und ein Ausbildungssystem mit je fünf Lfz enthält, ist beabsichtigt.
Die Bundeswehr nutzt in der Gewichtsklasse ab 150 kg aufwärts zwei Systeme HERON 1 mit jeweils drei Lfz. Es ist geplant, diese HERON 1 durch eine „German medium altitude, long endurance“ (G-MALE) HERON TP zu ersetzen, um die Fähigkeitslücke eines bewaffneten, unbemannten Lfz bis zur Einführung der EURODROHNE zu überbrücken. Hierzu sollen fünf Lfz realisiert werden. Es ist beabsichtigt, eine Option für zwei weitere Lfz vertraglich zu vereinbaren.
Um den akuten Einsatzbedarf der Marine für die Korvetten der Klasse K130 zu decken, ist die Beschaffung „Vordringlicher Bedarf Marine Unmanned Aircraft System“ (VorMUAS) mit einem System mit zwei Lfz beauftragt.
Mit dem Projekt „Aufklärung und Identifizierung im maritimen Einsatzgebiet“ (AlmEG) sollen zusätzlich insgesamt drei Systeme mit je zwei Lfz beschafft werden.
Des Weiteren ist der Zulauf von drei Lfz des Typs „Persistent German Airborne Surveillance System“ (PEGASUS/TRITON) zukünftig geplant. Zu dieser Gewichtsklasse zählt auch das im Bestand der Bundeswehr befindliche „EURO HAWK Full Scale Demonstrator System“ (ein Lfz), welches zwischenzeitlich demilitarisiert wurde.
Drucksache 18/13307