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Afghanistan-Abstimmung: Aus Aachen stimmt nur Hunko im Sinne der Bevölkerungsmehrheit

Raus aus Afghanistan!Bei der gestrigen Abstimmung über den weiteren Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan hat von den vier Bundestagsabgeordneten aus der Stadt Aachen erneut nur Andrej Hunko von der Partei DIE LINKE gegen die Mandatsverlängerung gestimmt. Dies geht aus dem heute veröffentlichten Ergebnis der namentlichen Abstimmung im Parlament hervor.

"Trotz des offensichtlichen Scheiterns des Einsatzes, und obwohl bisher keines der einst verkündeten Ziele des Afghanistankrieges erreicht wurde, halten Kollege Henke (CDU) und die Kolleginnen Schmidt (SPD) und Müller (FDP) an ihrer Zustimmung zum Kriegseinsatz fest," so Hunko in einer Erklärung vom Freitag.

"Sie stehen damit weiterhin in offenem Widerspruch zu dem durch zahlreiche Umfragen immer wieder bestätigten Willen der großen Mehrheit der Bevölkerung." In einer aktuellen Umfrage von TNS-Emnid sprachen sich nur 15 Prozent der Befragten für die Kombination aus Bundeswehreinsatz und Aufbauhilfe in Afghanistan aus, 53 Prozent waren für die Aufbauhilfe, aber den Abzug der Bundeswehr, weitere 26 forderten gar das Ende des Bundeswehreinsatzes und der Aufbauhilfe. "Während inzwischen vier von fünf Befragten hierzulande den Afghanistaneinsatz der Bundeswehr ablehnen, stimmen die Abgeordneten im Bundestag weiterhin genau umgekehrt ab. Das Parlament verabschiedet sich von seinem Volk."

Gegen die Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes stimmten alle 70 teilnehmenden Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE, aber auch 22 Abgeordnete der Grünen, 20 der SPD und 4 der CDU. Bei den Grünen enthielt sich die Mehrheit in dieser wichtigen Frage, aber von den übrigen stimmten diesmal mehr als doppelt so viele - darunter die Abgeordnete Herlitzius aus dem ehemaligen Kreis Aachen - gegen die Mandatsverlängerung, als ihr zustimmten (lediglich 9).

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