Bundeswehr erstellt Profile von Flüchtlingen
Mit Hilfe des BND legt die Bundeswehr während ihrer Krisenmission im Mittelmeer Datenbanken zu den von ihr geretteten Flüchtlingen an. Der militärische Generalverdacht trifft auf Skepsis. Die Bundesregierung jedoch betont einen zukünftigen Nutzen.
Die Bundeswehr erstellt nach Informationen des "Spiegel" umfangreiche Personenprofile von Flüchtlingen, die sie im Mittelmeer aufgreift. Dazu seien vier Soldaten der Feldnachrichtentruppe zu der EU-Krisenoperation im Mittelmeer "European Union Naval Force - Mediterranean" abkommandiert worden, berichtete das Nachrichtenmagazin. Die Soldaten befragten "grundsätzlich alle" Flüchtlinge nach Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Passdaten, außerdem sollen auch die letzten Aufenthaltsorte und Transitwege in Erfahrung gebracht werden, heißt es demnach in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion.
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