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„Global Hawk“: NATO-Drohnen werden früher oder später abstürzen

„Das NATO-AGS-Programm richtet sich in erster Linie gegen Russland, die 'Global Hawk' sollen an russischen Grenzen spionieren. Das bestätigt das Verteidigungsministerium mit der Angabe, dass die NATO-Drohnen den von der US-Luftwaffe über Italien, Frankreich und Deutschland eingerichteten Korridor nutzen. Die Flüge über der Ostsee werden die Spannungen mit der Regierung in Moskau weiter anheizen. Damit haben sich bei der NATO im Wortsinne die Falken durchgesetzt“, kritisiert der europapolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Andrej Hunko.

In 2020 will die NATO ihr Drohnenprogramm in Sigonella/ Sizilien beginnen. Vorgestern kam die zweite von fünf Drohnen auf dem NATO-Stützpunkt an. Die Bundeswehr stellt 14 Piloten für die „Global Hawk“. Die Drohnen nutzen den Korridor über das Saarland, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. 

Andrej Hunko weiter:

„DIE LINKE ist strikt gegen die Nutzung militärischer Drohnen. Auch unbewaffnet sind sie geeignet, Konflikte zu entgrenzen und damit zu eskalieren. 

Ich kritisiere auch die fehlende Lufttüchtigkeit der 'Global Hawk'. Drohnen stürzen signifikant häufiger ab als bemannte Luftfahrzeuge. Das gilt auch für Drohnen der HALE- und MALE-Klasse. 

Die 'Global Hawk' fliegt ohne ein Ausweich- oder Assistenzsystem zur Vermeidung von Zusammenstößen. Eine solche Technik ist noch nicht entwickelt oder lizensiert. Auch die NATO-Drohnen werden deshalb früher oder später abstürzen. Das Verteidigungsministerium darf die Flüge über Deutschland deshalb nicht genehmigen."

Download der Antwort auf die Kleine Anfrage „Auslieferung der ersten NATO-Drohne 'Global Hawk' und Ausbildung deutscher Drohnenpiloten“: https://andrej-hunko.de/start/download/dokumente/1425-auslieferung-der-ersten-nato-drohne-global-hawk-und-ausbildung-deutscher-drohnenpiloten 

Tags: NATO, Drohnen, Sigonella, Global Hawk

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