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»Propaganda zielt auf die Staaten Osteuropas«

Weiterlesen ...EU schafft sich ein »Strategisches Kommunikationsteam Ost«. Das könnte die Konfrontation mit Russland weiter anheizen. Gespräch mit Andrej Hunko

Die Europäische Union stockt auf: Mit der »EU East Stratcom Task Force« will der Staatenbund in Osteuropa für seine Werte werben. Herr Hunko, wie schätzen Sie die Einrichtung des »Strategischen Kommunikationsteams Ost« ein?

Ich sehe die Task Force als Propagandainstitution. Hier soll russischer Stimmungsmache eine eigene Darstellung entgegengesetzt werden. Aber die Schilderungen der EU sind ebenso Propaganda, gerade was den Ukraine-Konflikt angeht. Nehmen Sie nur den eindeutig verfassungswidrigen Putsch in Kiew vom 21. und 22. Februar 2014. Das dortige Parlament war von bewaffneten Kräften des »Rechten Sektors« umstellt. Doch im Westen wurden die Vorgänge einheitlich als Revolution gegen Korruption dargestellt. Bislang wurde so innerhalb der EU das eigene Vorgehen gerechtfertigt. Nun zielt man auf die Bevölkerung der osteuropäischen Staaten.

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Strategische Klüngelei im »Club von Venedig«

Ob TTIP oder Ukraine: Im »Club von Venedig« beraten sich Sprecher der Regierung mit EU und NATO zu außenpolitischen Themen

Von Andrej Hunko

Regierungssprecher aus den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union tauschen sich regelmäßig mit EU-Institutionen darüber aus, wie heikle politische Fragen in Print- und Onlinemedien dargestellt werden können. Auch im Auswärtigen Amt (AA) gibt es eine Kommunikationsabteilung, die Beauftragte zu derartigen Workshops entsendet. In der Antwort auf eine kleine Anfrage von Abgeordneten der Partei Die Linke erklärte das AA Mitte Oktober erstmals bisher unbekannte Details der »Medienarbeit«.

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Deutschland-Bericht des Menschenrechtskommissars des Europarates

Ich dokumentiere hier den Bericht des Menschenrechtskommissars des Europarates nach seinem Deutschlandbesuch, dessen Kritikpunkte und Forderungen ich teile. Er behandelt drei Themen:

1. Rahmen für den Schutz und die Förderung der Menschenrechte (Auch NSA- und BND-Problematik),

2. Menschenrechte von Migranten, Asylbewerbern und Flüchtlingen und

3. Der Kampf gegen Rassismus und Intoleranz.

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Neue Frontex-Maßnahmen an bulgarisch-griechisch-türkischer Grenze

Weiterlesen ...Auch deutsche Polizeikräfte üben laut dem Bundesinnenministerium in einer "Rapid Intervention Exercise 2015" der EU-Grenzagentur Frontex an der griechisch-türkischen Landgrenze. Dies teilte mir der parlamentarische Staatssekretär Günter Krings heute auf meine Frage mit. Zuerst hatte die britische Bürgerrechtsorganisation Statewatch entsprechende Informationen veröffentlicht. Weitere teilnehmende EU-Mitgliedstaaten sind unter anderem Belgien, Bulgarien, die Tschechische Republik, Dänemark, Finnland, Polen, Rumänien, Slowakei und Slowenien sowie die Schweiz. 

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Rundum-Sorglos-Büro gegen Flüchtlinge

Über die von der EU-Kommission geplante Ausweitung der Kompetenzen der Grenzschutzagentur Frontex

Vergangene Woche hat die EU-Kommission ein neues Maßnahmenpaket zur Umsetzung der »europäischen Migrationsagenda« vorgelegt. Es ergänzt einen bereits im Mai beschlossenen Aktionsplan der EU-Mitgliedsstaaten. Besprochen werden Herangehensweisen zur »Bewältigung der Flüchtlingskrise«, das Papier war auch als Vorbereitung des wenig erfolgreichen Sondertreffens der Innenminister am Montag gedacht. Vorgeschlagen wird die Umverteilung von weiteren 120 000 Menschen, die »eindeutig internationalen Schutz benötigen«, auf andere EU-Mitgliedsstaaten. Angemahnt wird, »die dringendsten Bedürfnisse der Asylsuchenden« rasch und angemessen zu erfüllen. Angekündigt wird der enge Schulterschluss mit dem für die Außen- und Sicherheitspolitik zuständigen Auswärtigen Dienst.

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Grigorij Petrenko verhaftet

Am 06. September kam es bei friedlichen Protesten vor dem moldawischen Parlament zu Verhaftungen von Mitgliedern der neuen linken Partei „Roter Block“. Die Menschen hatten gegen die Erhöhung von Strom- und Gaspreisen für Privathaushalte und gegen die Korruption in der Politik demonstriert.

Unter den Verhafteten ist auch der ehemalige stellvertretende Vorsitzende der Europäischen LINKEN (EL), der, als ehemaliger Parlamentsabgeordneter der Kommunistischen Partei Moldawiens, bis 2014 Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates war. Grigorij Petrenco setzt sich seit Jahren gegen Korruption in Moldawien ein, zuletzt gegen die kriminellen Machenschaften des Oligarchen Plahotnjuk, der mehrere Millionen staatlicher Gelder veruntreute.

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Endlich die Einreise legalisieren

Kolumne auf linksfraktion.de von Andrej Hunko, für DIE LINKE Mitglied im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union

Im Jahr 1990, dem Jahr des großen Umbruchs in Osteuropa, erschien der fiktive Film

nach dem Buch von William Nicholson. Das Drama erzählt die Geschichte von Tausenden Menschen aus Afrika, die sich auf Booten nach Europa aufmachen. Was damals als apokalyptische Fiktion erschien, ist inzwischen von der Realität überholt worden. Viele Menschen hatten vor 25 Jahren die Hoffnung, das Ende des Kalten Krieges und der atomaren Bedrohung würde den Weg für eine Welt freimachen, die sich den wirklichen Menschheitsproblemen stellt, dem Hunger, der Unterentwicklung, der Arbeitslosigkeit.

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Aktiv für ein solidarisches Gesundheitssystem

Foto Bettentour

Krankenhausbetten mit Parkuhr – damit protestieren dieser Tage Bundestagsabgeordnete der Partei DIE LINKE in Nordrhein-Westfalen gegen zunehmende Kommerzialisierung und Ungerechtigkeit im Gesundheitswesen. Andrej Hunko war in Bottrop dabei. Am Samstag, dem 29. August, findet die Aktion ab 9.30 Uhr in Aachen am Willy-Brandt-Platz (vor C&A) statt. Dann wird DIE LINKE Gesundheitspolitikerin Kathrin Vogler den OP-Kittel tragen.

Bundespolizei auf Twitter: Neues Medium zur Informationsdominanz und Deutungshoheit?

Das Bundesinnenministerium hat unsere Kleine Anfrage "Praxis der Bundespolizei bei der Nutzung des Kurznachrichtendienstes Twitter" beantwortet. Andrej Hunko kommentiert:

Weiterlesen ...Natürlich ist es zu begrüßen, wenn eine Behörde ihre Arbeit einem möglichst großen Kreis von Betroffenen und Interessierten zugänglich macht. Dies wäre ein Beitrag zu mehr Transparenz. Im Falle der Polizei vermute ich aber, dass es vielmehr um Informationsdominanz und Deutungshoheit geht. Immer wieder werden etwa bei Protestereignissen Falschmeldungen ins Internet gestellt, die von den Agenturen eilig weiterverbreitet werden.

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